Private public swimming pool . . im Auswärtigen AmtBerlin
Ein sich aus der Ebene erhebender, optisch wahrnehmbarer swimming pool in leuchtenden Türkis-Farbtönen ist im Protokollhof des Auswärtigen Amtes seit dem 26. Juni 2003 zu sehen. Er schmückt ,,als blaues Farbwunder den minimalistisch kühlen Hof des Auswärtigen Amtes" (C. Wilms).
Auf der Treppenebene des Neubaus im Hof des Auswärtigen Amtes Berlin hat die Künstlerin Petra Liebl-Osborne ein räumliches skulpturales Pool-Objekt installiert. Der Klang plätschernden Wassers, das sich in dunklen Stahlbassins im Hintergrund auf der Ebene bewegt, erfährt im leuchtend blauen, kubischen Kunst-Pool eine sichtbare Umsetzung. Der farbliche Fremd-Körper, dessen Flächen mit grossformatigen Drucken von Unterwasserphotografien bespannt sind, kann sich innerhalb der Dimensionen des Hofes zwischen Alt- und Neubau behaupten.Petra Liebl-Osborne, die in München und Miami lebt beschäftigt sich seit 1998 mit Unterwasserphotographie und speziell mit dem Blick in die Räume künstlcher Wassenbechen. Die Ansichten ,,domestizierten Wassers" in swimming pools führte zur Auseinerandersetzung mit der Wahrnehmung begrenzter Wasseräume. Parallel; dazu enstand eine Serie von private public swimming pools.
Der pool für Berlin hat einen besonderen Bezug zum Ort.
Es wurder anlässlich der Konferenz der "Friends of Schinkel" in Zussammenarbeit mit dem Schinkelzentrum der TU Berlin für das Gelände der ehemaligen Bauakademie Schinkels konzipiert. Das Gelände der 1961 abgetragenen Bauschule schliesst sich nördlich der Werderstrasse an den Block des Auswärtigen Amtes an. Die besonderen Proportionen der Bauakademie (quadratischer Grundriss mit halber Seitenlänge als Höhenmaß) wurden für den pool für Berlin übernommen. Die Höhe des pools für Berlin entspricht mit 1,75 m der durchsnittlichen Tiefe realer swimming pools.Wahrend der Zeit der Konferenz wurde der private public swimming pool auf dem Gelände der Bauakademie als Komplement dem ziegelrot Fassadeneck gegenübergestellt das für den Wiederaufbau der programmatischen Schinkelgebäudes wirbt.
Der Abstract Bezug zu Schinkel.
1. Das Objekt zeigt ein nach aussen gestülptes Becken, das einen WASSERRAUM (einen von seinen Behälterwänden entkleideten Wasserkörper) zeigt.
Es fungiert gleichsam als umgekehrtes Panorama.
Die Darstellungsform des Panorama wurde von Schinkel in Berlin popülar gemacht und mit seinen Panoramen erlangte er erste Berühhmtheit.
2. Der 'privat - öffentliche swimming pool' für Berlin folgt in seinen Maßen (3,50 x 3,50 m und einer Höhe von 1.75m) genau den Proportionen der Schinkel'schen Bauakadmie, deren vormaliger (und erneuter geplanter) Standort in Sichtbeziehung zum Standort des Pool-Objektes steht.Nach Einde der Badesaison - im Oktober - wird der 'virtuelle' pool im Auswärtigen Amt geschlossen.
Nicola Borgmann/ Architekturgalerie München
Kontakte:
Nicola Borgmann Architecturgalerie-muenchen@gmx.net
Petra Liebl-Osborne drplo@excite.com
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